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Nachdem es wegen Regen um einen Tag nach hinten verschoben worden ist, fand am 16. Mai das Aoi Matsuri (葵祭) in Kyoto statt. Das Aoi Matsuri gilt als eines der drei Hauptfeste von Kyoto, neben dem Jidai… [lesen]
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Vom Abend des 27. März bis zum 03. April geht es für mich zum ersten Mal nach Kyushu (九州), eine der vier Hauptinseln Japans. Während die Reise am Anfang bis in den Süden von Kyushu geplant war,… [lesen]
Das Handwerksgeschäft Kaikado (開花堂) stellt seit seiner Gründung 1875 Dosen von höchster Qualität her. Am liebsten würde ich ja den Begriff "Teedosen" verwenden, aber das würde die Sache nicht… [lesen]
Der Dank für diesen Artikel geht an Frau Dr. Meyer von der Universität Tübingen. Von ihrer Webseite ( www.kyotomeishozue.de ) habe ich überhaupt erst von Tsujiwa Kanaami erfahren. Es wird dringend… [lesen]
Vorgeschichte: Neue Quest: die sechs alten Brennöfen Japans (Töpferei) Alle Artikel zur Reise nach Nagoya: Kategorie "Vier Tage in Nagoya: Seto und Tokoname" Reise nach Nagoya, Tag 1: Nagoya, dessen… [lesen]
Bedeutung und Ursprung des Kanji 茶
Bisher habe ich mir über das Kanji für Tee, 茶, nicht viel Gedanken gemacht. Ich wusste dessen Bedeutung und gut war. Jetzt aber bin ich in der Einleitung des Buches “Das kleine Handbuch des Grüntees / Grüner Tee – Heilwirkung und Kultur aus den Gärten der Welt” (5. Auflage) von Pascal Debra auf folgende Passage gestoßen:
An dieser Stelle war ich etwas verblüfft. Diese Zeichenzusammensetzung und deren Erklärung war mir so in keinster Weise präsent. Als Student der Japanologie ahnte ich auch gleich, dass dies so nicht korrekt sein kann. Zuerst einmal wird das Kanji für Baum, 木, ‘moku’ oder ‘ki’ gelesen, einfach nur ‘mu’ wird es nicht gelesen. Das zweite erwähnte Kanji, 大, steht für ‘groß’. Sinngemäß würde diese Zusammensetzung also etwa “Baum groß” ergeben.
Umgedreht gibt es die Kanji allerdings – so gibt es 大木 zunächst mit der Lesung ‘taiboku’ und heißt wirklich großer Baum. Weiterhin gibt es noch den Familiennamen 大木, ‘ôki’ gelesen.
Das Kanji für Distel wäre 薊, gelesen ‘azami’.
Ich recherchierte also weiter und schlug dabei im Kanjigen (1) und Shinkangorin (2) nach, herausgekommen ist folgendes (Übersetzung siehe unten):
(1) 漢字源
(2) 新漢語林
Das Kanji 茶 besteht also aus dem Radikal 艹 (Gras, Pflanze) und dem chinesischen lauttragenden Zeichen (Phonetikum) 余, was dem japanischen のばす/のびる entspricht, auf Deutsch ‘wachsen’. くつろぐ steht für ‘es sich bequem machen’, macht aber in diesem Kontext keinen Sinn und kommt auch nur in (1) vor.
Möchte man das Kanji nun interpretieren, komme ich zu folgendem:
“Tee ist ein gewachsenes Gras, welches Blätter trägt”
Der Zusatz mit den Blättern verdanke ich einer japanischen Freundin. Es macht auch Sinn, da letztendlich aus den Blättern der Tee gemacht wird und auch Quelle (2) darauf hindeutet (siehe Übersetzung)
Übersetzung
(1) Kanjigen
(2) Shinkangorin
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