Zusammen mit meinem Interesse für Tee hat sich auch mein Interesse für die Töpferei (speziell Teegeschirr) entwickelt. Die Töpferei in Japan hat sich durch die dortige Teekultur besonders ausgeprägt ist und beherbergt heute einen wahren Schatz an Fundgruben. Besonders hervorzuheben sind hierbei die sogenannten nihon rokkoyô (日本六古窯), die “Sechs alten Brennöfens Japans”. Dabei handelt es sich um Töpferorte, die noch mit traditionellen Techniken und Rohstoffen charakteristische Erzeugnisse herstellen.
Die Brennöfen im Einzelnen
Die Endung ist hier -yaki (焼), dem Kanji für “brennen”. Siehe auch yakimono (焼物) für “Keramik, Töpferware”.
Setoyaki (瀬戸焼) in Seto, bei Nagoya.
Japanische Webseite: http://www.setoyakishinkokyokai.jp
Tokonameyaki (常滑焼) in Tokoname, bei Nagoya.
Japanische Webseite: http://www.japan-net.ne.jp/~yakimono/
Echizenyaki (越前焼) in Echizen.
Japanische Webseite: http://echizenyaki.com/
Shigarakiyaki (信楽焼) in Shigaraki.
Japanische Webseite: http://www.hakase-corporation.com/
Tanbayaki (丹波焼) oder Kuitachiyaki (立杭焼) in Kondacho Kui, bei Sasayama.
Japanische Webseite: http://www.tanbayaki.com/
Bizenyaki (備前焼) in Bizen.
Japanische Webseite: http://www.touyuukai.jp/
Setoyaki und Tokonameyaki
Setoyaki und Tokonameyaki machen den Anfang, und zwar gleich morgen, dem 19. Februar 2012, wenn es für drei Nächte nach Nagoya geht. Übernachtet wird im dortigen Apa Hotel Nagoyasakae, von wo aus es jeweils einen Tag lang nach Tokoname und Seto geht. Die restliche Freizeit wird für Nagoya selbst verwendet, im Visier ist der Schrein Atsuta und das Schloss von Nagoya.
Echizenyaki und Shigarakiyaki
…werden jeweils zwei separate Tagesausflüge. Noch nicht geplant.
Tanbayaki und Bizenyaki
Zwei Tage mit einer Übernachtung, geplant für den 26. und 27. Februar 2012.
Und danach?
…werde ich mich wieder dem Einfangen aller 32543 Pokemons widmen. Nein, nur Spaß, es gibt keine Pokemons in Japan.
—
Pelikan-Kyusu aus Tokoname


















Nachdem ich nie ganz zufrieden mit der Erklärung war, habe ich die Seite ”




























































Reise nach Nagoya, Tag 1: Nagoya, dessen Spezialitäten und das Apa Hotel Nagoya Sakae
Vorgeschichte: Neue Quest: die sechs alten Brennöfen Japans (Töpferei)
Am Abend des 19. Februars ging es vom Kyoto Bahnhof mit dem Schnellbus Richtung Nagoya Bahnhof (2000 Yen pro Person/Fahrt, etwa drei Stunden Fahrtdauer). Am Zielort angekommen, ging es direkt zum Apa Hotel Nagoya Sakae, benannt nach dem Viertel und der Bahnstation Sakae (栄).
Nagoya 名古屋
Mit Nagoya wird einem wieder deutlich, wie sehr Kyoto als historische Stadt eine Ausnahme ist. Nagoya ist ein riesiges Ballungsgebiet, das Stadtbild entspricht daher dem einer modernen Großstadt.
Essen in Nagoya
Anders als Europäern geht es Japanern beim Verreisen vor allem ums Essen. Zwei Spezialitäten aus Nagoya durfte ich kennen lernen:
Yabaton (矢場トン): Schweineschnitzel in dicker Misosauße. Wenn man Miso und Schnitzel hört, erschrickt man vielleicht zuerst, ist aber wirklich lecker.
Das Logo dieser Spezialität ist auch mal wieder herrlich…
Die nächste Spezialität ist wesentlich westlicher angehaucht und wird als Frühstück (!) gegessen: Shiro no wâru (シロノワール). Softcreameis auf dem Zeug, was Japaner Brot nennen.
Nicht unbedingt ein alltägliches Frühstück, aber damit kann man durchaus erheitert in den Tag starten.
Apa Hotel Nagoya Sakae アパホテル名古屋栄
Das Apa Hotel Nagoya Sakae liegt direkt am Herzen der Stadt inmitten unzähliger Kneipen und Restaurants. In direkter Nähe liegt die Bahnstation Sakae, mit der man sehr schnell die wichtigsten Sehenswürdigkeiten erreichen kann, das Schloss von Nagoya und den Schrein Atsuta.
Zimmerpreise fangen ab 3000 Yen pro Person/Nacht aufwärts an. Unser Zimmer war nicht unbedingt groß, aber absolut ok und durchschnittlich für ein Hotel dieser Größenordnung. Das Bett war himmlisch, aber auch extrem weich, Geschmackssache. Positiv war vor allem auch das Bad, dessen Dusche (gleichzeitig kleine Badewanne) sehr geräumig war.
Wenn es nicht schon im Preis inklusive war, kostet das Frühstück 1000 Yen extra. Sehr solides und westliches Frühstück, Buffet mit Omelett, Omreis, Brötchen und Croissants, Speck und kleine Würstchen etc. Hungrig muss hier niemand in den Tag starten.
Schön war auch der große, gemeinsame Badebereich (daiyokujô 大浴場, gerne auch Onsen 温泉 genannt), der aus einem Innenbereich und einem Außenbereich (rotenburo 露天風呂) bestand. Bei den Duschköpfen muss man allerdings aufpassen, diese hatten alle einen extrem starken Druck. Während man das im eigenen Zimmer noch halbwegs regulieren konnte, gab es im großen Badebereich nur die “SUPERPOWER!”-Stufe.
Für die Größe des Hotels war der gemeinsame Badebereich allerdings zu klein. Das bedeutet, wenn man nicht gerade kurz vor Ende (geöffnet bis zwei Uhr nachts) hineinging, musste man sich seinen Platz im Becken erkämpfen.
links: großer Badebereich (daiyokujô 大浴場) – rechts: Außenbereich (rotenburo 露天風呂)
Fazit: Sehr empfehlenswertes Hotel, welches es nicht nur in Nagoya gibt.