• Aoi Matsuri 2012 (16.05.)

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    Tempel Daigoji zur Kirschblüte (16.04.)

    Der Tempel Daigoji (醍醐寺) ist eine ziemlich große Tempelanlage im Südosten von Kyoto. Am einfachsten erreicht man den Daigoji, wenn man mit der Tozai-Bahnlinie bis zur Station Daigo (醍醐) fährt.… [lesen]

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    Kendo: Das 108. Enbu Taikai in Kyoto, 2012

    Jedes Jahr findet in Kyoto für vier Tage während der Golden Week das Enbu Taikai (演武大会 oder auch Kyoto Taikai 京都大会) im Butokuden und Budo-Center statt. Vom 2. bis zum 5. Mai bauen dort… [lesen]

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    Yabusame (Bogenschießen vom Pferd aus) am Shimogamo-Schrein (03.05.)

    Als Vorlauf zum Aoi-Matsuri (葵祭) am 15. Mai finden derzeit verschiedene Events in Kyoto statt, speziall am Shimogamo-Schrein. So fand am 3. Mai am Shimogamo Yabusame (流鏑馬) statt, Bogenschießen… [lesen]

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    60. Alljapanische Präfektursmeisterschaft Kendo 2012 in Osaka (29.04.)

    Am 29. April fand in Osaka wieder die 60. Alljapanische Präfektursmeisterschaft in Kendo statt. 47 Präfekturen traten gegeneinander an, um den Titel der besten Präfektur mit nach Hause zu nehmen. Gewinner 1.… [lesen]

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    Impressionen Kirschblüten 2012 in Kyoto

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    Reise in den Norden von Kyushu: Einleitung

    Vom Abend des 27. März bis zum 03. April geht es für mich zum ersten Mal nach Kyushu (九州), eine der vier Hauptinseln Japans. Während die Reise am Anfang bis in den Süden von Kyushu geplant war,… [lesen]

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    Handwerk in Kyoto: Kaikado, Dosen zur Aufbewahrung

    Das Handwerksgeschäft Kaikado (開花堂) stellt seit seiner Gründung 1875 Dosen von höchster Qualität her. Am liebsten würde ich ja den Begriff "Teedosen" verwenden, aber das würde die Sache nicht… [lesen]

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    Handwerk in Kyoto: Tsujiwa Kanaami, Küchenartikel aus Drahtnetz

    Der Dank für diesen Artikel geht an Frau Dr. Meyer von der Universität Tübingen. Von ihrer Webseite ( www.kyotomeishozue.de ) habe ich überhaupt erst von Tsujiwa Kanaami erfahren. Es wird dringend… [lesen]

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    Reise nach Nagoya, Tag 2, Teil 1: Die Töpferstadt Tokoname (20.02.2012)

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  • Fotografien auf Flickr - Lizensiere Bilder von Satori Nihon über gettyimages!

Kendo: Prüfung zum 8. Dan in Kyoto, 2012 (01.05.)

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Am 01. und 02. Mai fand die Prüfung zum 8. Dan Kendo in Kyoto statt. In der städtischen Sporthalle im südöstlichen Teil von Kyoto traten eine Menge 7. Dan Träger gegeneinander an, um in der vermutlich schwierigsten Prüfung Japans den 8. Dan zu erreichen.

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Und viele haben ihn nicht erreicht. Am 01. März haben von insgesamt 790 Prüflingen nur fünf bestanden. Das entspricht einer Erfolgsquote von 0.6%. Am 02. März haben von 874 Prüflingen 9 Prüflinge den 8. Dan erreicht, Quote 1.0% bestanden. Darunter auch der jüngere Bruder von Miyazaki aus Kanagawa, einer der modernen Kendolegenden. Eine Familie mit zwei 8. Dan Trägern ist schon beachtlich.

Offizielle Ergebnisse.

Zum ersten Mal habe ich gesehen, dass bei einer Danprüfung in Japan sämtliche Hinweise auf die Identität abgeklebt worden sind. Es waren daher häufig blaue Klebestreifen auf dem Hakama zu sehen.

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Bilder

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60. Alljapanische Präfektursmeisterschaft Kendo 2012 in Osaka (29.04.)

Am 29. April fand in Osaka wieder die 60. Alljapanische Präfektursmeisterschaft in Kendo statt. 47 Präfekturen traten gegeneinander an, um den Titel der besten Präfektur mit nach Hause zu nehmen.

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Gewinner

1. Platz: Tokyo 東京都
2. Platz: Ibaraki 茨城県
3. Platz: Oita 大分県 und Fukuoka 福岡県

Kyoto ist leider gleich in der ersten Runde gegen Oita rausgeflogen :’(

Quelle: Alljapanischer Kendoverband

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Der Moment des Sieges

Allgemein

Das Team von Tokyo war sehr stark, das hat man schon sehr früh sehen können. Allgemein waren wirklich eindeutige Kämpfe mit einem klaren Favoriten aber selten. Es gab sehr viele unentschieden und oftmals hat ein oder zwei Kämpfe den gesamten Teamkampf entschieden.

Die Kämpfe fingen immer sehr hektisch an, da die ersten zwei Kämpfer meist junge Studenten waren zwischen 2. und 4. Dan. In der Mitte folgten dann die 5. und 6. Dans, während der Vize-Captain und Captain meist jeweils 7. und 8. Dan waren. Entsprechend ruhiger wurden die Kämpfe zum Ende hin.

Wie so oft waren leider nur relativ wenige Zuschauer anwesend. Einerseits merkt man daran, wie sehr Kendo dem heutigen Sportrummel entkommen ist, allerdings ist es auch schade, wie wenig Beachtung es findet. Natürlich gibt es auch Turniere mit vollen Hallen, aber man muss bedenken dass es immer relativ viele Teilnehmer gibt und der Großteil auch die Begleitung der Wettkämpfer sein dürften.

Bilder

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Alle Bilder von der 60. Alljapanische Präfektursmeisterschaft Kendo 2012 auf Flickr

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Gifu vs Yamanashi, 1st Match

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Tokyo vs Aichi, 1st Match

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Tokyo vs. Aichi, 5th Match

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Weitere Videos:

-

Alle Artikel des Alljapanischen Kendoverbands zur Präfektursmeisterschaft (japanisch).

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Golden Week 2012: Die große Kendowoche oder Urlaub, der keiner ist.

Vom 30. April bis zum 4. Mai ist in Japan die sogenannte Golden Week, eine der wenigen Urlaubswochen in Japan. Da diese in gaaaanz Japan (ja, gaaanz Japan!) einheitlich ist, bedeutet das, dass seeeehr viele Japaner (ja, seeeehr viele) gleichzeitig unterwegs sein werden. Die beliebtesten Touristenziele werden dann regelrecht mit Touristen überflutet – ganz oben mit dabei natürlich Kyoto.

Aber nicht nur das. Wer selber Kendo macht und denkt “Pah, da geh ich doch nicht raus, ich bin doch nicht blöd!”, hat falsch gedacht. Denn ausgerechnet in dieser Woche wird Kyoto von einem Kendoevent-Highlight nach dem anderen beehrt.

Die große Kendowoche fängt heute (29. April) schon an, nämlich mit der 60. alljapanischen Präfektursmeisterschaft (第60回 全日本都道府県対抗剣道優勝大会) – allerdings in Osaka.

Am selben Tag (29. April) findet die Prüfung für den 6. Dan Kendo statt – jetzt endlich in Kyoto selber. Am Folgetag (30. April) dann die Prüfung zum 7. Dan, am selben Ort.

Für viele wird aber wohl der 01. und 02. Mai wesentlich interessanter sein, denn an diesen zwei Tagen findet die Prüfung zum 8. Dan, ebenso am selben Ort wie bei den zwei vorherigen Prüfungen.

Vom 3. bis zum 5. Mai findet dann aber das Highlight der Woche statt, das 108. Enbu Taikai (第108回 全日本剣道演武大会) oder Kyoto Taikai (京都大会), welches nicht direkt ein Turnier ist, sondern eher eine Darbietung zwischen hochgraduierten Kendoka. Das Enbu Taikai findet in den nebeneinander liegenden Hallen Budo-Center und Butokuden statt und ein Besuch sollte Pflicht sein!
Wer nach speziellen Kendoka sucht, kann anhand dieser Teilnehmerliste die Kampfzeit erahnen.

Enbu Taikai im Butokuden

Video: Kampf während des Enbu Taikai 2009 im Butokuden

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Viel zu tun, meine Kamera fängt jetzt schon an zu schwitzen…

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Impressionen Kirschblüten 2012 in Kyoto

Ein kleiner Ausschnitt aus meiner diesjährigen Ausbeute an Kirschblütenfotografie.

In Gion 祇園

Wer nur mit der Kombination “altes Kyoto” und “Kirschblüte” glücklich ist, wird wohl nur im ältesten Stadtteil von Kyoto, Gion, glücklich werden.

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Im Park Maruyama 円山公園

Wer allergisch gegen Menschenmassen ist, sollte den Maruyama-Park im April und zum Neujahr meiden. Ansonsten kann man hier wohl die prächtigsten Shidarezakura bewundern, vor allem einer sticht gerne heraus.

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Kirschblüten, Cowboy, Kimono - dieses Bild hat alles.

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Entlang des Flusses Kamogawa 鴨川

Nicht zu unterschätzen für Hanami sind die Flussläufe. So auch beim Kamogawa in Kyoto.

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Einer der schönsten Aussichten in Kyoto: von einer Brücke über den Kamogawa in Richtung Norden.

Sonstiges

Am winzigen Schrein Kumano östlich vom alten Kaiserpalast.

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Ein weiterer wunderschöner Shidarezakura steht noch an der Kreuzung Oike-Kawabata (御池川端). Leider bin ich nicht dazu gekommen, ein Bild davon zu machen.

Alle Bilder

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Nordkyushu Tag 6, Teil 2: Der Park Suizenji in Kumamoto und die Rückkehr nach Kyoto (02.04.)

Nachdem wir uns im Schloss von Kumamoto ausreichend umgeschaut haben, ging es zurück zur Straßenbahn und mit dieser bis zur Station Suizenji Kôen (水前寺公園). Von dort waren es dann nur fünf Minuten zu Fuß, bevor wir dann durch den Eingang des Suizenji-Parks schritten.

Vor dem Durchschreiten wurde es aber noch einmal gefährlich. Kumamon lauerte mitten auf der Straße vor dem Eingang. Was hatte er vor?

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Ah, Glück gehabt, er begrüßt nur die zahlungswilligen Touristen.

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Suizenji ist wirklich ein schön anzusehender Garten, mit den typischen geformten Hügeln, die man oft in größeren japanischen Parks sehen kann.

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Man kann auch wieder Futter kaufen, um der schwimmenden Tierwelt im Teich eine Freude zu bereiten.

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Schön war aber auch vor allem der Schrein Izumi (出水神社), der auf dem Parkgelände angesiedelt ist.

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Es gab auch gleich zwei schön anzusehende Temizuya (Wasserbecken für die rituelle Selbstreinigung).

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Weiter hinten im Park fand man noch einen weiteren kleinen Schrein, mit einem extrem ungünstig platzierten Toilettenschild.

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Noch weiter hinten konnte man Bronzestatuen von zwei wichtigen Feudalherren (Daimyo) finden.

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Sicht auf die Hügel, von der hinteren Seite aus.

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Japanische Romantik: allgegenwärtige Getränkeautomaten, umrankt von Kirschblüten. Hach…

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Und wieder der Eingangsbereich, von der hinteren Seite aus gesehen.

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Eine Bühne für Nô-Theater gab es auch…

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…genauso wie ein Teehaus, fast obligatorisch für einen japanischen Park.

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Japanische Geldmacherei: für wenig Geld darf man nur auf Sitzgelegenheiten außerhalb des Hauses Matcha trinken. Für mehr Geld dann im Teehaus.

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Wobei man sich im Teehaus dann fast schon selber als Austellungstück hätte fühlen können, denn davor sind immer Leute herumgelaufen.

Der Matcha war aber auch ganz gut im Freien genießbar.

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Beim Verlassen des Parks verabschiedete sich Kumamon dann auch artig von uns.

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Souveniere: alles voller Bären

Für Japaner selbstverständlich: Souveniere mit nach Hause bringen, damit auch die Daheimgebliebenen sich an der Reise erfreuen können! (Und um eine ganze Souvenierindustrie drumherum aufbauen zu können!). Man kann sich kaum vorstellen, wieviel Souveniere sich Japaner auf einer Reise kaufen (müssen)! Losgezogen mit zwei Koffern, kamen wir mit zwei Koffern und drei vollen Tüten zurück.

Und damit auch alles etwas Besonderes ist, werden die Souveniere von Kumamoto mit dem eigenen Maskottchen vollgeklebt, dem Bären Kumamon. Sogar eine Art eigenen Flagship Store hat der Kerl!

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Und auch überall sonst, wo es nur möglich ist, findet man die Spuren von Kumamon.

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Rückkehr nach Kyoto

Auch diese Reise steuerte unweigerlich ihrem Ende entgegen. Von Kumamoto hatte ich am wenigstens erwartet, aber ist dann fast zum Favoriten geworden! Nach einem letzten guten und schwarzen Ramen in der Stadt…

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…ging es noch etwas auf Abenteuerfahrt. Aus irgendeinem Grund fuhr unser Nachtbus nicht von Hauptbahnhof ab, sondern etwas außerhalb, zwischen Stadt und Flughafen, neben einem 7-Eleven Konbini mitten in der Pampa. Weder Bus noch Bahn in der Nähe! Mit der Straßenbahn dann bis zur letzten Station Kengunmachi (健軍町駅), von dort aus dann schon im Dunkeln 30 Minuten durch ein Wohngebiet. Etwas im McDonald abgehangen, um dann schließlich in den Bus Richtung Kyoto einzusteigen.

Danke Kyushu, wir kommen wieder!

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Nordkyushu Tag 6, Teil 1: Das Schloss von Kumamoto (02.04.)

Nachdem wir am Morgen aus dem Hotel ausgecheckt und unsere Koffer am Bahnhof verstaut haben, ging es mit der Straßenbahn (Straßenbahn! Pluspunkt!) zum Schloss von Kumamoto (熊本城).

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Hier war die Blütenschau (Hanami 花見) schon in vollen Gange und gerade entlang an Flussufern kann man die Schönheit von Kirschblüten hervorragend bewundern.

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Die Uferpromenade war entsprechend gut gefüllt und es gab auch kleinere Imbissstände. (Chicken!)

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Das nicht gerade kleine Schloss konnte man dann auch ab und zu durch die Bäume erspähen.

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Pflichtbesuch bei Kato Kiyomasa, dem bekanntesten Schlossherren, der das Schloss erheblich erweiterte…

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Im Schloss selber stand man dann auch relativ schnell vor dem vermutlich bekanntesten Fotomotiv.

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Das Schloss macht aber auch sonst ordentlich was her und man sollte es auf jeden Fall als Pflichtpunkt auf einer Reise nach Kumamoto betrachten.

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Im Inneren durfte man leider keine Fotos machen. Dafür war ein frisches Brautpaar mit Fotograf unterwegs. Die Chance lässt man sich natürlich nicht entgehen!

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Im linken Schlossturm ganz oben durfte man dann endlich wieder die Kamera aktiv werden lassen und der Ausblick war auch wirklich super.

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Die folgenden zwei Bilder kann man als relativ einzigartig bezeichnen, da man dafür eine gewisse Größe und entsprechende Armlänge benötigte. Und Selbstbewußtsein, die Kamera nicht fallen zu lassen! Das Umhängeband hat diese Sorge aber einigermaßen wegfallen lassen. Das Motiv liegt hinter einer der Ecken, die jeweils durch einen dicken Balken gestützt werden und an jeder Seite noch durch etwas dünnere Balken – und genau an diesen dünneren Balken war es schwer, vorbeizukommen.

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Im zweiten, rechten Schlossturm, der etwas tiefer lag, war die Aussicht weniger hervorragend. Dieser Turm war auch eine relativ neue Rekonstruktion und daher nicht sonderlich spektakulär – wurde aber trotzdem von einer netten, jungen Damen bewacht. Dank dieser wurden wir auch das plötzlich auftretende Chaos im Schlosshof aufmerksam.

Verdammt! Kumamon höchstpersönlich, das Maskottchen von Kumamoto, hat sich unter die unwürdigen Besucher gemischt! Noch dazu mit dem Maskottchen des Schlosses selber, Higomaru! “Ein Charakter, der nur sehr selten auftritt!”, so die junge Wachdame.

Und was für ein Spektakel das war! Tumultartige Szenen unter den sonst so zurückhaltenden Japanern! Kinder außer Rand und Band!

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Kumamon hat sich so viele kleine Kinder abgegriffen, da wäre sogar Pedobär grün vor Neid geworden!

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Aber aber, was erzähle und zeige ich hier schon? Ein Video sagt viel mehr aus!

Video: Auftritt von Kumamon im Schloss von Kumamoto

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Weiter im Schloss: der Honmaru Goten Palast

Im Jahre 1877 zerstört, wurde der Honmaru Goten (本丸御殿) Palast bzw. die Ohiroma (お広間) Haupthalle über mehrere Jahre hinweg neu konstruiert und 2008 fertig gestellt. Zum Glück war das Fotografieren wieder erlaubt, denn so eine große Halle kann ordentlich Eindruck machen – auf seinem Höhepunkt hatte der Komplex ganze 1570 Tatamimatten ausgelegt!

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Danach ging es zum nahe gelegenen Suigenji-Park, aber mehr dazu im nächsten und letzten Artikel der Reise nach Kyushu.

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Alle Bilder vom Schloss von Kumamoto auf Flickr

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This photo is currently unavailable – Problem mit Flickr

Es dürfte schon aufgefallen sein. Seit kurzer Zeit sieht man statt Fotos nur noch diesen Kasten:

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=(

Das Problem liegt beim sogenannten Republishing in Flickr, also wenn ich ein Foto aktualisieren möchte. Bis jetzt habe ich das über Lightroom 4 versucht und es gibt wirklich viele Fotos, die ich aufgrund einer Meinungsänderung (siehe: (Fast) alle Bilder von Satori Nihon nun unter der Creative Commons Lizenz verfügbar!) aktualisieren möchte.

Das Problem ist jetzt, dass jedes Mal, wenn ein Foto aktualisiert wird, sich die Links für extern eingebetteten Fotos ändern. Diese Links stellen das Foto dar, dass man hier auf meiner Seite dann sieht. Klickt man auf das nicht mehr angezeigte Foto, kommt man zu der Fotoseite auf Flickr, denn dieser Link ist nach wie vor korrekt.

Leider ist mir das erst aufgefallen, als ich schon sehr viele Fotos aktualisiert habe. Ich suche derzeit nach einer Lösung, aber das könnte ein wenig dauern.

Wenn man das Foto sehen möchte, einfach auf die Grafik mit “This photo is currently unavailable” klicken, dann kommt man zu Flickr!

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Nordkyushu Tag 5: Der Vulkan Aso und Ankunft in Kumamoto (01.04.)

Früh morgens noch ein letztes Bad im Onsen vom Hotel Shin Horii zum Abschied, bevor es dann ebenso früh zum Bahnhof ging in Richtung Kumamoto. Unser erstes Ziel des Tages war aber der auf halber Strecke gelegener Vulkan Aso (阿蘇山) und es fahren nur sehr wenige Züge direkt von Beppu nach Aso – genau richtig für einen verlängerten und ungestörten Schlaf.

Am Bahnhof von Aso angekommen, merkten wir sehr schnell, was das Maskottchen hier ist: Der Hund Kuro. Gleichzeitig auch propagierter Bahnhofchef.

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Direkt wenn man aus dem Bahnhof rauskommt, gibt es in linker Richtung eine sehr große Verkaufshalle für Essen und es gibt doch wirklich tolle Sachen. Vorbeischauen lohnt sich.

Mit dem Bus gelangt man dann hoch zum Vulkan. Die Fahrt dahin dauert etwa eine halbe Stunde und steckte auch schon voller schöner Ausblicke.

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Das letzte Bild ist ein sehr typisches Bild vom Vulkan Aso, allerdings dann komplett in grün, in der sommerlichen Jahreszeit.

Das letzte Stück der Strecke musste mit der Seilbahn gemeistert werden.

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Wer nicht gerade im Sommer hingeht, sollte unbedingt sehr warme Kleidung mitbringen! Oben auf dem Gipfel weht ein unglaublich eisiger Wind, da vergeht einem schnell die Lust. Sonderlich viel zu sehen gibt es leider auch nicht – ein Vulkan eben!

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Es war jetzt nicht unbedingt eine Zeitverschwendung, aber ich denke, Aso muss man nicht zu seinen Highlights auf einer Reise nach Kyushu zählen. Es folgte der Abstieg und ab Richtung Kumamoto (熊本)!

Kumamoto und sein Ramen

Als wir in Kumamoto ankamen war es bereits Nachmittags und wir konnten gleich ins Hotel einchecken – Hotel Route Inn Kumamoto Ekimae (ルートイン熊本駅前). Gutes Geld sparen konnten wir, weil wir vom Hotel ein Angebot erwischten, in dem ein Tagesticket und der Eintritt zum Schloss von Kumamoto inklusive war. Die Zimmer waren zwar jetzt keine Schönheit, aber für Japan überraschend geräumig, daher sehr empfehlenswert.

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Zeit für Sightseeing war nicht mehr (was eh für den nächsten Tag angesetzt war), daher widmeten wir uns einer Sache, die meiner japanischen Begleitung extrem wichtig ist: Essen.

Und hier kann ich gleich sagen: Ramen in Kumamoto ist spitze! Regional besonders ist vor allem das Ramen in schwarzer Suppe, das muss man gegessen haben! In der Nähe unseres Hotels haben wir zum Glück gleich ein nettes Ramenrestaurant gefunden – das Kokuryuko! Sympathischer kleiner Schuppen.

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Dazu ein guter Sake und man war mit der Welt zufrieden.

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Alle Bilder von Aso auf Flickr

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Nordkyushu Tag 4: Beppu, Onsen und die Höllen (31.03.)

Um 17 Uhr ging es mit dem Highway-Bus von Nagasaki nach Beppu (別府), der Stadt der Onsen. Nach etwa vier Stunden Fahrt kamen wir auch und checkten erstmal in das Hotel Shin Horii (新ほり井) ein. Ein sehr nettes Onsen-Ryokan mit kashikiri onsen (貸切温泉), das heißt, wenn der Onsen frei ist und man reingeht, hat man den Onsen für sich alleine. Und davon gab es gleich zwei: soma no yu (杣の湯) und komorebi no yu (木洩れ日の湯).

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Eingang

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Onsen komorebi no yu

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Onsen komorebi no yu

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Onsen soma no yu

In Beppu ist mir auch das erste Mal Toriten (とり天) aufgefallen, welches ähnlich wie Karaage (唐揚げ) ist. Nur wird statt Frittieröl bei Toriten Tempura verwendet. In der Präfektur Oita (大分), in der Beppu liegt, wurde nach dem zweiten Weltkrieg eine große Hühnerfarm aufgebaut, um gegen die Nahrungsknappheit anzukämpfen. Das würde auch erklären, warum es nördlich von Beppu eine Stadt gibt, die bekannt für ihr Karaage ist – mit zahlreichen Karaage-Imbissen/Restaurants.

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Über die zahlreichen Onsengänge und unseren Hühnchenkonsum möchte ich hier aber nicht weiter ausführen. Es war auf jeden Fall entspannend und lecker!

Die Höllen von Beppu

Ähnlich wie Unzen hat auch Beppu seine sogenannten Höllen. Hierbei handelt es sich um acht heiße Quellen, die sich durch spezielle Charakteristiken von anderen heißen Quellen abheben. Alle Quellen befinden sich im nördlichen Teil von Beppu und bis auf zwei Quellen liegen alle sehr nahe beieinander.

Ticketpreis liegt bei 400 Yen für eine einzelne Quelle oder 2000 Yen für alle Quellen zusammen. Man kann alle Quellen in vier Stunden schaffen, aber da es fast an jeder Quelle ein Erholungsfeature gibt, würde ich mehr einplanen.

Quelle 1) Umi-jigoku 海地獄

Die “Seehölle”, die ihren Name von ihrer Meeresblauen Farbe erhält. Es gibt noch eine zweite Quelle auf dem Gelände, die bräunlich gefärbt ist, aber wohl zu unwichtig ist, um einen eigenen Namen zu bekommen. Hier haben wir auch das erste ashiyu (足湯), einer heißen Quelle nur für die Füße. Herrlich!

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Zubereitung von Onsen-Tamago (einfach Eier in eine heiße Quelle legen)

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Entspannung im Fußbad

Quelle 2) Oniishibozu-jigoku 鬼石坊主地獄

Hmm… die “Hölle des Teufelsteins mit Glatze”? Ich lasse die Bilder entscheiden. Auch hier gibt es ein tolles Fußbad!

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Fußbad

Quelle 3) Yama-jigoku

Das wird wieder einfacher: die “Berghölle”. Relativ unspektakulär…

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…weswegen man wohl unbedingt einen kleinen Zoo hinzufügen musste! Man kann sich ja über Zoohaltung generell streiten, aber was Japan zu dem Thema liefert, kann man teilweise nur noch als Tierquälerei bezeichnen. Da hätten wir zunächst das Nilpferd, welches schon so darauf konditioniert ist, apathisch im Wasser zu sitzen und reflexartig das Maul auzusperren, sobald es auch nur den Hauch einer Karotte sieht.

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Es geht dann auch gleich mit einem Elefanten weiter, der im völlig zu kleinen Gehege wohl auch schon aufgegeben hat und seinen Kopf nur noch auf das Geländer legt – und ab und zu so dermaßen auf die Gitterstäbe dröhnt, dass es sich anhört wie die außerirdischen Angreifer aus der Neuauflage von “Krieg der Welten” mit Tom Cruise.

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…lieber schnell wieder.

Quelle 4) Kamado-jigoku かまど地獄

Die “Küchenherdhölle”. Ok, es wurde ein alter Reiskocher aufgestellt…

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…und man konnte das Wasser trinken (salzig, wäh)…

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…aber warum es jetzt ausgerechnet diesen Namen tragen musste, war nicht erkennbar. Aber wenigstens wieder schöner.

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Oder auch nicht…

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Oder doch!

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Wieder mit Fußbad und Onsen-Eiern.

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Quelle 5) Oniyama-jigoku 鬼山地獄

Die “Teufelsberghölle”. Auch hier wieder fragt man sich, warum ausgerechnet dieser Name – aber das war eh nicht wichtig. Es fing wieder unspektakulär an…

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…und weil das so ist, brauchte man wieder Tiere! (man ahnt es schon…)

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Nein, keine Nilpferde und Elefanten, einfach nur Unmengen von Krokodilen in einen Käfig. Handtaschen brauchen eh keinen Platz?

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Quelle 6) Shiroike-jigoku 白池地獄

Die “Hölle der weißen Quelle”. Das war wieder leichter zu erkennen. Die Quelle war zwar schon, aber scheinbar brauchte man auch hier Bonustiere. Allerdings nur Fische und nicht so erbärmlich untergebracht wie die anderen Leidensgenossen.

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Quelle 7) Chinoike-jigoku

Die “Blutteichhölle”. Auch klar erkennbar. Zum Glück keine Tiere! Um von der Shiroike-jigoku hierher zu kommen, bedarf es des Busses oder eines Taxis.

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Quelle 8) Tatsumaki-jigoku 龍巻地獄

Die “Tornadohölle”, direkt neben der Chinoike-jigoku. Etwa alle 45 Minuten sprießende Fontaine und auch hier wieder keine Tiere – Glück gehabt, ihr Exoten dieser Welt!

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Video: Die Höllen von Beppu – Umijigoku und Oniishibojigoku

Dieses Video direkt auf Youtube anschauen

Fazit

Der Großteil der Quellen war wirklich schön – allerdings muss man bedenken, dass diese Quellen ein sehr beliebter Ausflugsort für Familien ist. Wer allergisch gegen nervende Kinder ist, kann sich hier auf einen Schock gefasst machen. Dazu kommen die erbärmlich gehaltenen Tiere, die die Stimmung ordentlich in den Keller drücken können.

Am Abend folgten dann weitere Onsengänge und noch mehr Hühnchen auf dem Teller, bevor es am nächsten Morgen dann ab nach Aso und Kumamoto ging.

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Nordkyushu Tag 3: Gunkanjima, Sofukuji und Christenverbrennung in Nagasaki (30.03.)

Tag 3 in Kyushu und endlich kam mein persönliches Highlight an die Reihe: die verlassene Insel von Gunkanjima (軍艦島), oder etwas korrekter: Hashima (端島)! Eine kleine Insel vor der Küste von Nagasaki, auf der fast 100 Jahre lang bis 1974 Kohle gefördert wurde und kurzzeitig in den 50er Jahren die höchste Bevölkerungsdichte weltweit aufwies. Seit 1974 ist die Insel komplett verlassen und rottet vor sich hin, bis sie 2009 unter beaufsichtigter Führung freigegeben wurde.

Es gibt mehrere Firmen, die eine Bootstour inklusive Führung anbieten (zum Beispiel Yamasa oder Concierge), der preisliche Rahmen beträgt etwa 4000 Yen.

Man muss die Tour schon im voraus reservieren. Man trifft sich dann in der Nähe des Bootes in einem kleinen Raum, in dem man erstmal das Sicherheitsprotokoll unterschreiben muss, bevor es dann zur einer kurzen Vorstellungsrunde seitens der Betreiber kommt und eine kurzes Video gezeigt wird über die Insel Gunkanjima selber.

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Es wurde sehr penetrant darauf hingewiesen, dass es auf Gunkanjima selber keine sanitären Anlagen gibt!

Nach dem Briefing ging es dann schließlich aufs Schiff und ab Richtung Gunkanjima.

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Die zwei jüngsten weiblichen Teammitglieder blieben am Ufer zurück und winkten nach Leibeskräften dem Boot hinterher. Die Sprecherin an Board wies extra darauf hin, wie toll es doch sei, von zwei “kawaii onna no ko” (zwei süßen Mädchen) verabschiedet zu werden. Ja, Super! Jetzt will ich aber Gunkanjima sehen!

Die Fahrt durch den Hafen von Nagasaki selber war schon beeindruckend, vorbei an den riesigen Industrieanlagen von Mitsubishi, in denen Schiffe gefertigt worden sind und zwei Kriegsschiffe konnte man auch bewundern – alles kommentiert von der etwas älteren Sprecherin. Die hemmungslos bewässerten Scheiben ließen Fotos aber leider kaum zu, bis auf dieses hier:

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Nach 30 Minuten kam dann Gunkanjima in Sicht, ****** auf den Zustand der Scheiben!

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Der Wellengang war hier schon ziemlich stark, was an dem starken Südwind lag. Dazu aber später mehr. Es wurde erst einmal eine riesige Runde um die Insel gedreht.

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Dann näherten wir uns auch endlich der Anlegestelle und ich war schon gespannt wie ein Flitzebogen.

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Als wir dann sehr nah an der Anlegestelle waren, wurde es richtig deutlich, wie stark der Wellengang war. Das Wasser schwappte mehrere Meter auf und ab.

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Hatte die Sprecherin es schon vorher als Horrorszenario angedeutet, wurde es nach dem ersten Anlegeversuch offiziell: wegen dem starken Wellengang können wir nicht anlegen.

….

****** ****** *** **** ******** ******!!!!

Der Kapitän selber betrat die Bühne, erklärte den Sachverhalt und entschuldigte sich mit einer tiefen Verbeugung. Damit ist Gunkanjima ins Wasser gefallen und es ging zurück zum Hafen. (**** **** ******!!)

Tempel Sofukuji 崇福寺

Immerhin hatten wir jetzt mehr Zeit als erwartet für den Rest, bevor es um 17 Uhr mit dem Bus Richtung Beppu ging (welch schwacher Trost…). Die Wahl fiel schnell auf den Tempel Sofukuji, dessen Sanmon-Tor Lust auf mehr machte.

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Figur auf den beiden Torhälften

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Blick von oben/hinten

Im Sofukuji stehen zwei seltene Beispiele für die Architektur in Südchina während der Ming-Dynastie, beide Nationalschätze Japans heute. Das erste ist das Eingangstor, nachdem man das Sanmon durchschritten und die Treppen erklimmt hat.

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Im weiträumigen Innenhof konnte man tatsächlich die Ruhe und die Kraft finden, wir waren nämlich die einzigen Besucher. Und auch wenn Sofukuji den Schmerz von Gunkanjima nicht mildern konnte, gehört Sofukuji zu den schönsten Tempeln, die ich bisher gesehen habe.

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Auf der linken Seite des obigen Bildes sieht man schon abgeschnitten den zweiten Nationalschatz, die Daiyû-Halle (大雄宝殿). Hier besser:

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Etwas weiter hinten steht ein riesiger Kessel, in dem im 16. Jahrhundert Reis für die hungernde Bevölkerung zubereitet wurde.

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Es folgt noch ein großer Fisch…

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…ein wenig Ambiente…

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…und ein schöner Tempelspaziergang nahm sein Ende.

Wo die Christen in Nagasaki verbrannt worden sind

Da vor der Abreise nach Beppu noch etwas Zeit übrig war, besuchten wir noch den Ort, wo im 16. Jahrhundert in Nagasaki selber die Christen verbrannt worden sind – der praktischerweise in der Nähe des Busterminals lag.

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Buddha selbst verabschiedete sich von uns…

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…bevor es dann vom Busterminal Richtung Beppu ging – zu weiteren Onsen, und weiteren Höllen!

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