• Aoi Matsuri 2012 (16.05.)

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    Tempel Daigoji zur Kirschblüte (16.04.)

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    Kendo: Das 108. Enbu Taikai in Kyoto, 2012

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    Yabusame (Bogenschießen vom Pferd aus) am Shimogamo-Schrein (03.05.)

    Als Vorlauf zum Aoi-Matsuri (葵祭) am 15. Mai finden derzeit verschiedene Events in Kyoto statt, speziall am Shimogamo-Schrein. So fand am 3. Mai am Shimogamo Yabusame (流鏑馬) statt, Bogenschießen… [lesen]

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    60. Alljapanische Präfektursmeisterschaft Kendo 2012 in Osaka (29.04.)

    Am 29. April fand in Osaka wieder die 60. Alljapanische Präfektursmeisterschaft in Kendo statt. 47 Präfekturen traten gegeneinander an, um den Titel der besten Präfektur mit nach Hause zu nehmen. Gewinner 1.… [lesen]

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    Impressionen Kirschblüten 2012 in Kyoto

    Ein kleiner Ausschnitt aus meiner diesjährigen Ausbeute an Kirschblütenfotografie. In Gion 祇園 Wer nur mit der Kombination "altes Kyoto" und "Kirschblüte" glücklich ist, wird wohl nur im ältesten… [lesen]

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    Reise in den Norden von Kyushu: Einleitung

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    Handwerk in Kyoto: Kaikado, Dosen zur Aufbewahrung

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    Handwerk in Kyoto: Tsujiwa Kanaami, Küchenartikel aus Drahtnetz

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    Reise nach Nagoya, Tag 2, Teil 1: Die Töpferstadt Tokoname (20.02.2012)

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Kendo 53. Kyoto Einzel- und Gruppenmeisterschaft, Bilder (10.10.2011)

Kendo, Kyoto Einzel- und Teammeisterschaft-31

Im Gegensatz zum Vereinsturnier vom 24. September konnte man auf der 53. Kyoto Einzel- und Gruppenmeisterschaft (第53回京都府剣道優勝大会) vor allem junge Leute (bzw. Studenten) am Werk sehen. Dementsprechend war der Stil auch deutlich anders, viel aggressiver und manchmal auch rabiat.

Besonders häufig konnte man den sog. sanbonmamori (三本守り) Block sehen, der theoretisch Men, Kote und Do gleichzeitig schützen kann. Blocken im Kendo ist generell umstritten, da es den aggressiven Charakter von Kendo in einen defensiven Charakter umdeutet, vor allem der sanbonmamori treibt das regelrecht auf die Spitze und spaltet daher die Gemüter. Dazu aber bald mehr, sobald ich einen Text dazu übersetzt habe.

Kendo, Kyoto Einzel- und Teammeisterschaft-26 sanbonmamori

Man konnte auch sehr gut beobachten, wie die meisten Kämpfer regelrecht in ihre Kontrahenten reingedonnert sind, speziell wenn der Schlag an sich daneben ging. Safety first!

Eine Rarität durfte ich auch beobachten, und zwar Nito vs. Nito, dazu die Bilder und das Video unten.

Kendo, Kyoto Einzel- und Teammeisterschaft-24

Nito vs. Nito 1
Kendo, Kyoto Einzel- und Teammeisterschaft-6

Nito vs. Nito 2
Kendo, Kyoto Einzel- und Teammeisterschaft-5

Videos


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Arashiyama Teil 1: Einleitung und Kôgenji (09.10.2011)

Die heutigen Erlebnisse teile ich in drei Artikel, zuviel Bilder gemacht ;-)


Ausflug nach Arashiyama, 09. Oktober 2011 auf einer größeren Karte anzeigen

Einleitung

Mit der Hankyu-Bahn sind wir morgens von Kawaramachi über Katsura (umsteigen) nach Arashiyama. Man kann Hankyu wirklich lieben, nur 280 Yen für diese doch relativ weite Strecke. Arashiyama ist eine Art Naherholungsgebiet für Kyoto – dementsprechend war es am heutigen Sonntag mit schönen Wetter auch ziemlich voll.

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Eigentlich war unser erstes Ziel (bzw. das meiner Freundin, von dem ich noch nichts wusste), der Tenryûji Tempel. Da dieser aber regelrecht vollgestopft mit Touristen war und keinen sonderlich spannenden Eindruck auf mich machte, sind wir auf einen kleinen Nebentempel direkt daneben ausgewichen, den Kôgenji. Keine schlechte Entscheidung.

Bevor wir aber dort ankamen, machten wir noch Bekanntschaft mit einer etwas skurrilen Figurenversammlung.

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Kogenji 弘源寺

Der Kogenji begrüßt den Besucher mit einem kleinen Garten, bevor man in das Tempelgebäude geht, wo man mehrere Malereien besichtigen und sich den Steingarten (枯山水 karesansui) ansehen kann. Außerdem kann man sich eine Tasse Matcha genehmigen.

Eine Besonderheit des Tempels sind die Katana-Schnittests in den Holzsäulen aus dem Jahre 1864, als sich eine Gruppe von Samurai vorbereitete, den Kaiser im Zuge der Meiji-Restauration in die heutige Präfektur Yamaguchi zu bringen, um den Kaiser vom Shogunat zu trennen.

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Außenansicht des Tempelgebäudes

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Matcha mit Süßigkeit

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Katana-Schnitttest

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Karesansui-Garten


Für 500 Yen (+500 Yen für Matcha) bekommt man damit einen kleinen, aber feinen Tempel zu sehen, sollte man spontan keine Lust auf einen überfüllten Tenryûji haben.

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Video

http://youtu.be/zOjeeQ-LMrE

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Verschiedenes – 09. Oktober 2011

Heute ist der 5. Oktober, ein regnerischer Tag. Die letzten zwei Jahre war die erste Oktoberwoche die Zeit, in der ich nach Deutschland zurückgeflogen bin.  2009 war es der 01. Oktober, 2010 der 05. Oktober. Daher ist es für mich ein etwas komisches Gefühl, dass ich momentan nicht im Flieger sitze, sondern immer noch am Anfang meiner Zeit in Japan bin. Zeit für ein kleines Resumé!

Als ich am 15. August angekommen bin, war es natürlich super heiß, wie immer um diese Zeit. Allerdings gab es diesen Spätsommer auch viel Regen, sogar zwei starke Taifune sind an Kyoto vorbeigezogen. Seit Anfang Oktober ist das Wetter deutlich abgekühlt, Jacke ist Pflicht – die letzten zwei Jahre war es immer noch sehr heiß um diese Zeit.

Mit meiner Wohnung bin ich sehr zufrieden. Der nächste Conbini ist zwar erstaunlicherweise relativ weit weg, aber innerhalb eines 600 Meter Radius habe ich den Nashinoki-Schrein (Wasser), Rozanji-Tempel, zum einkaufen Fresco und Liquor Mountain. Mit dem Gosho auch direkter Zugang zu einer großen Parkfläche mitten im Herzen Kyotos. Quasi direkt vor der Tür eine Bushaltestelle, mit der ich problemlos zum Ausgehviertel Kawaramachi-Shijô, Sanjô und zum Kyoto Bahnhof komme, oder 20 Minuten zu Fuß. Etwa 750 Meter Fußmarsch, und ich kann in eine Bahn der Keihan-Linie einsteigen (Uji, Nara, Kyotanabe), 1200 Meter zur Kyoto Subway (Kyoto Station, Takeda, Nara, Kyotanabe). Die Universität Doshisha, das Dojo Butokuden und die Urasenke sind mit dem Fahrrad schnell und bequem zu erreichen. Ach ja, der Kamogawa-Fluss ist auch quasi um die Ecke, mit seinen breiten Ufern prima zum entspannen.

Die Amtsgänge konnte ich relativ gut überstehen, vor allem dank japanischer Hilfe, der ich vor allem beim  Abschließen der Krankenversicherung und beim Öffnen eines Bankkontos sehr dankbar war.

Die Einführungsveranstaltungen für die Nichibun-Studenten der Universität waren ein Witz. Wer nicht schon relativ gut japanisch verstehen konnte (~50%), der wurde mit einem Minimum an Englisch abgespeist, in dem alles Wichtige ausgelassen wurde. Zum Glück sah alles aber nur komplizierter aus als es dann tatsächlich war – aber das musste man erstmal rausfinden. Inzwischen hat der Unterricht auch angefangen und mit Manita, Suzuki, Satô und Matsumoto habe ich sehr gute Lehrer erwischt. Bei Suzuki muss man ein paar Abstriche machen, sie redet zwar verständlich, aber ununterbrochen und so schnell wie ein Maschinengewehr – das ermüdet so richtig. Sie war zwar am Anfang eine Lehrerin, zu der ich eigentlich nicht wollte (erster Eindruck), aber in der ersten Stunde erzählte sie von sich, wie sie gerne Teetassen sammelt und Abends gerne Alkohol trinkt. Ich musste meinen ersten Eindruck revidieren.

Interessant ist das Niveau meines Kurses. Mit Level 5 bin ich offziell in “Mittelstufe: obere Hälfte” gelandet, aber das Niveau scheint zwischen den einzelnen Teilnehmern deutlich zu schwanken. Das fing schon bei den Selbstvorstellungen an, bei denen teils wichtige Floskeln vergessen wurden, oder beim halbwegs flüssigen Lesen. Zur Verteidigung muss man aber sagen, dass viele wohl das erste Mal in Japan sind und dementsprechend gehemmt bzw. ungeübt sind – bei meinem ersten Mal in Japan war ich sicherlich auch nicht besser.
Ich habe den Vorteil, dass wir ein Lehrbuch verwenden, dass ich an der Doshisha bzw. auch in Tübingen schon durchgearbeitet habe. Allerdings würden mich meine Testergebnisse vom Einstufungstest interessieren. Insgesamt bin ich aber zufrieden mit dem Unterricht, kann ich doch ein relativ hohes Sprachniveau noch einmal vertiefen und auf eine solide Basis stellen, bevor es dann wirklich ans Eingemachte geht, wenn ich mich an das JLPT Level 1 wage.
Erstaunlicherweise werden wir wir im Unterricht bzw. bei wöchentlich nicht mit aktiver Kanjischreibung gequält. So gut wie alle Texte haben bei schwierigen Kanji Furigana und der wöchentliche Kanjitest besteht nur aus Abfrage der Kanjilesungen im Text, den wir momentan lesen. Aktiv schreiben müssen wir wohl erst im größeren Test in der Mitte des Semesters. Insgesamt also noch relativ angenehm.

Im Kendo-Alltag bin ich leider immer noch nicht angekommen. Seit meiner Ankunft konnte ich nur zwei Mal trainieren, dazu noch eine Unterrichtseinheit im Übungsleiterunterricht von der Doshisha. Vor meinem ersten Dan Mitte September konnte ich sogar nur einmal trainieren, aber zum Glück ist alles gut gegangen und ich kann mich nun offiziell am Anfang meiner Kendo-Karriere sehen. Die einzigen festen Termine mit Kendo sind derzeit das Samstagstraining im Kenrenkai (Kendo-Zirkel der Doshisha) und der Übungsleiterunterricht. Dazu wird wohl noch Training im Kendo-Club der Doshisha kommen, ins Butokuden möchte ich auch gehen und nach einem normalen Stadt-Dojo suche ich auch derzeit. Auf jeden Fall möchte ich meine Training auf 4-5 Einheiten pro Woche raufschrauben.

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Kakemono / Kakejiku in der Urasenke (08.10.2011)

Ich wollte zwar erst später über mein Studium in der Urasenke-Teeschule schreiben, doch die heutigen Rollbilder (掛け物 kakemono oder 掛け軸 kakejiku) waren wirklich schön. Daher möchte ich diese kurz vorstellen. Selber Fotos machen durfte ich zwar nicht Mission accomplished!, aber zwei von drei Rollbilder habe ich im Internet gefunden.

Fujisan

Dieses Rollbild hat den größten Eindruck auf mich gemacht. Das erste Mal habe ich dieses Hängebild im Oktober 2011 gesehen und erst jetzt, im April 2012, hatte ich endlich die Gelegenheit, ein Bild davon zu machen. Zu bewundern ist der Berg Fujisan in Zentraljapan.

 

水急不流月

Eine Umschrift in Alphabet ist nicht möglich bzw. nicht sinnvoll, da der Satz aus dem chinesischen kommt und in dieser Form im japanischen nicht in dieser Form gelesen wird, sondern direkt im Kopf in einen modernen, japanischen Satz transkribiert wird.

Eine Übersetzung könnte folgende sein:
“Egal wie schnell das Wasser fließt, die Spiegelung des Mondes bleibt an ihrem Ort.”

Auch wenn sich die Welt rapide ändert, gibt es doch immer wieder Dinge, die sich nie ändern.

Kissako 喫茶去

“Lass uns Tee trinken!”

Ein Meister hat, egal auf welche Frage, immer diese Antwort gegeben. “Kissako!”. Also egal, auf welche Frage man eine Antwort sucht, sie kommt beim Tee trinken. Sehr sympathisch.

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Museum vom Sake-Hersteller Gekkeikan, Nara und Todaiji (04.10.2011)

Mit der Keihan-Bahn ging es von Kyoto ab Richtung Fushimi (伏見), genauer gesagt bis zur Bahnstation Chûshojima (中書島). Von dort waren es nur wenige hundert Meter bis zur ersten Station des Tages, der Sake-Fabrik von Gekkeikan (月桂冠), genauer gesagt dessen Museum.

Gekkeikan-Museum

Für 300 Yen bekommt man Einlass in diesen Wallfahrt-Ort für erlesenen Sake. Hier auch gleich die erste Überraschung: im Preis inklusive ist eine 180ml Dose Sake. Vorbildlich!

Im Museum selbst sieht man einige interessante Sachen, die Beschreibungen sind haupstächlich auf japanisch, mit englischen Schnipseln. Für 300 Yen kann man sich aber nicht beklagen, auch Fotos darf man machen.

Gekkeikan Sake Museum 月桂冠の博物館

Am Ende der Tour wird man natürlich in den Museumshop gelotst, davor darf man aber noch Probetrinken! Es kam, wie es kommen musste, meine Freundin war nach drei winzigen Gläsern Sake ordentlich beschwipst. Da ich Sake gut im Liquor Mountain kaufen kann, auch von Gekkeikan, habe ich mir statt Sake folgende zwei Saketassen gekauft:

Links: Original Gekkeikan Tasse – Rechts: Kitschige Tasse

Gekkeikan Sake Museum 月桂冠の博物館 HDR HDR-Bild von außen auf die Gekkeikan-Gebäude

Nara

Der beschwipste Zustand meiner Freundin war für sie aber von Vorteil, denn ich wie ich schon einmal geschrieben habe, sind Rehe für viele Japaner sehr gefährliche Tiere. Dank dem Alkohol konnten wir alle aber mutiger in die Schlacht ziehen, und so sind auch einige lustige Bilder auf dem Weg zum Todaiji entstanden!

Nara 奈良 Biss-Attacke, nachdem das Futter nicht rausgerückt wurde!

Nara 奈良 Sooooo putzig! (Reh: “What the fuck?!”)

Nara 奈良 Nom nom nomnomnom…

Todaiji

Im Todaiji (東大寺) war ich zwar schon, aber 2009 ist mir passenderweise der Akku meiner Kamera genau am Eingang leer gegangen. Rache! Die riesigen Buddha-Statuen lohnen sich aber immer wieder.

Todaiji 東大寺
HDR-Bild der Haupthalle mit den Buddhas

Todaiji 東大寺
Zwei der riesigen Buddha-Statuen

Todaiji 東大寺
Wächterfigur

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Nashinoki Schrein, Bilder (01.10.2011)

Über den Nashinoki-Schrein habe ich schon hier und dort geschrieben. Nun ein paar aktuelle Bilder von einem meiner persönlichen Lieblingsschreinen (mjummy, Wasser), der dieses Jahr renoviert wurde:

2011-10-01 Nashinokijinja

2011-10-01 Nashinokijinja - Miko Schrein-Mädchen (Miko)

2011-10-01 Nashinokijinja Bühne

2011-10-01 Nashinokijinja - Somei 染井 Der Wasserhahn vom berühmten Brunnen Somei

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Kyoto Butokuden Training (28.09.2011)

Schwierige Lichtverhältnisse, aber durchaus ein paar gute Bilder dabei!

Hintergrund: Über das Butokuden.

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IMG_1445.jpg

Alle Bilder

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Gaudi an der Universität von Kyoto: Oktoberfest japanischer Art (25. September 2011)

Die Universität von Kyoto (京都大学, kurz Kyôdai) feierte am 25. September ihr eigenes Oktoberfest. Japaner in Dirndl! Immer wieder witzig! Das deutsche Bier war leider ziemlich schnell alle, die Würste auch :-(

Die Bilder wurden ziemlich gegen Ende aufgenommen, deswegen war es schon etwas leer.

Kyoto University Oktoberfest

Kyoto University Oktoberfest

Bei den Abschlussliedern wurde aber nochmal in die Vollen gegriffen. Gaudi pur!

Dieses Video auf Youtube anschauen

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Kyoto Vereinsturnier: Kendo und Iaido. Dazu: Heian Schrein (24. September 2011)

Am 24. September fand in Kyoto das städtische Vereinsturnier (京都社会人剣道協会大会:剣道・居合道) statt. Während Kendo die größere Sporthalle in Beschlag nahm – das Budo-Center (武道センター) – mussten die Iaido-Wettkämpfer “leider nur” mit dem Butokuden vorlieb nehmen.

Kendo

Kyoto Kendo Vereinsturnier 2011Es war schnell klar, warum das Kendo-Turnier im Budo-Center war: das Butokuden war einfach zu klein für die vielen Teilnehmer. Alle sechs Wettkampfflächen waren fast durchgehend gefüllt.

Teilweise war es zwar nicht das schönste Kendo, was man sehen konnte, aber das technische Niveau war durchgehend auf sehr hohen Niveau. Die meisten Teilnehmer waren auch schon etwas älter und der Stil war entsprechend dem Wettkampf angepasst. Beeindruckend war aber die konstante Angriffslust, die die Wettkämpfer an den Tag legten. Kaum jemand wartete passiv auf den Angriff des Gegenübers, viele Kämpfe wurden dadurch auch 2:0 gewonnen. Das ist japanische Kendo.

Kyoto Kendo Vereinsturnier 2011 Beispiel für Wettkampf-Stil

Kyoto Kendo Vereinsturnier HDRHDR-Bild

Iaido

Ich muss zugeben, bis dahin war mir gar nicht bewusst, dass es in Iaido Wettkämpfe gab. Aber es gibt sie. Es traten zwei Wettkämpfer gegeneinander an, führten bestimmte Formen aus und drei Schiedsrichter entschieden dann nach Mehrheitsprinzip, wer besser war.

Man sollte schon Interesse für Iaido mitbringen, wenn man sich einen Wettkampf anschauen möchte, sonderlich spannend ist es (zumindest für mich) im Allgemeinen nicht. Die Tribünen bei Kendo waren definitiv besser gefüllt.

Kyoto Iaido Vereinsturnier

Heian Schrein

Der Heian Schrein dürfte mit diversen anderen Tempeln und Schreinen immer ganz oben auf den “Must See!”-Listen von Reiseführern stehen. Während ich aber den Ryoanji nicht sonderlich leiden kann (liegt wohl eher an den Touristen) und der Ginkakuji auch nur knapp meinem persönlichen Fegefeuer entkommen kann (nur 2 Sterne auf meiner Liste!), sieht das beim Heian Schrein etwas anders aus. Zunächst ist er kostenlos (Ausnahme: Garten), aber die Gebäude, vor allem die Ecktürme auf dem großen Platz, sehen ziemlich interessant aus. Dafür gab es dann auch ein paar HDR-Bilder:

Heian Schrein HDR

Heian Schrein HDR

Heian Schrein HDR

Ach ja, das war nicht mein erster Besuch im Heian Schrein. Hier meine alten (zahlreichen) Bilder inklusive Garten von 2009.

Alle Bilder

Alle Bilder vom Kendo Wettkampf auf Flickr

Alle Bilder vom Iaido Wettkampf auf Flickr

Alle Bilder vom Schrein Heian auf Flickr

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Prüfung zum ersten Dan: der Prüfungstag

Soviel zur Vorbereitung (Beitrag über Anmeldung und Vorbereitung)…

…und Gott, war ich nervös, als ich in der Halle auf meinen Einsatz wartete. Schätzungsweise gab es etwas mehr als 500 Prüflinge, die genauen Zahlen sind noch nicht veröffentlicht. Demenstprechend groß war die Zahl der Augen, die mich verwundert beobachteten, war ich doch scheinbar der einzige (offensichtliche) Ausländer in Kendo-Uniform.


Namenslisten mit Prüfungsnummer

Organisatorisch war alles leichter als gedacht. An einer Seite der Halle hingen Listen aus, sortiert nach gewünschten Dan, samt Name plus Prüfungsnummer. Dank dieser Nummer wusste man eigentlich immer, wo und wann man etwas machen musste. Mit der Prüfungsnummer im Kopf ging man zur Anmeldung und zeigte damit quasi, dass man anwesend war. Die Nummer musste man sich anschließend auf alle drei Tare-Flächen schreiben. Bei dieser Gelegenheit habe ich gleich gefragt, ob ich ein elektronisches Wörterbuch wegen Kanji verwenden durfte. Der ältere Herr sagte, dies wäre kein Problem. Aber nunja, es kam noch anders…

Nach der Anmeldung ging dann das große Aufwärmen los. Interessant hierbei war, dass jedes Mal, wenn eine Ansage durch die Lautsprecher kamen, alle inne hielten und sich sogar in den Seiza setzten. Da es nicht gerade wenige Ansagen gab und dabei meist nur kurze, konnte dies schnell lästig werden. Und etwas witzig, Japaner eben.

Es folgte dann die zeremonielle Eröffnung mit diversen Ansprachen, denen die Prüflinge brav in Reih und Glied, im Seiza sitzend, lauschten. Am Ende wurden dann noch ein paar Namen aufgerufen, bei denen organisatorisch etwas nicht stimmte. Als dann ganz zuletzt mein Name aufgerufen wurde, war ich etwas schockiert. Gleich darauf war dieser Teil beendet und ich wusste nicht, was nun Sache war. Plötzlich stand der ältere Herr neben mir, den ich wegen dem Wörterbuch gefragt habe und sagte mir, ich dürfe es doch nicht benutzen und soll stattdessen auf Englisch schreiben. Puh, ich wurde also nur aufgerufen, damit die wussten, wo ich unter all den Prüflingen sitze. Schließlich ging die Prüfung los.

Reihenfolge der einzelnen Prüfungsteile:

  1. Praktischer Teil
  2. Schriftlicher Test
  3. Nihon Kendo Kata

Praktischer Teil

Im praktischen Teil, komplett in Rüstung, gab es eigentlich keine Vorgaben. Im Prinzip lief das auf 30 Sekunden Wettkampf hinaus, bei dem man die Prüfer möglichst überzeugen sollte, dass man den gewünschten Dan verdient hat. Mit Rumstehen und Kontertechniken kommt man normal nicht durch. Da es beim ersten Dan hauptsächlich um Kikentai-Ichi (気剣体一致) ging, lief es oft auf ein schnelles Ai-Kakari-Geiko hinaus. Ich hatte sehr viele Men-Uchi erwartet, aber es gab auch überraschenderweise sehr oft Do-Uchi und natürlich auch Debana-Kote. Beim ersten Dan war das Niveau noch relativ niedrig, beim zweiten Dan stieg es dann aber sprunghaft an. Der Großteil der Prüflinge war noch sehr jung, die meisten noch in der High School. Dementsprechend gab es dann eine Gruppe für ältere Prüflinge, die insgesamt aus vier Leuten bestand, einer davon war ich.


Praktischer Teil (linke Hallenhälfte, rechts: Warten auf den Einsatz)

Der Erste war etwa Mitte 30 und mein erster Partner. Vor unserem Einsatz haben wir uns kurz unterhalten und er erzählte mir, dass er in seiner Kindheit zwei Jahre Kendo machte und jetzt seit einem Jahr wieder übte. Dafür war er aber extrem stark und ging auch ordentlich ran. Unser Aufeinandertreffen artete dann in konstanten Ai-Men-Uchi aus, bei denen ich wohl öfters den Kürzeren gezogen habe.
Überraschend fand ich die zweite Person, ein sehr alter Herr, der aber leider dann durch die Prüfung gefallen war. In dem Alter noch den ersten Dan machen wollen kommt nicht wirklich oft vor.
Die letzte Person war dann zwischen Mitte 40 und Mitte 50 und mein zweiter Partner. Nicht sonderlich stark und am Ende habe ich ihn nach einem Men-Uchi aus vollen Lauf zu Boden geschickt.
Nach dieser Phase habe ich mich bei meinen beiden Partnern bedankt und bei meinem zweiten Partner noch aus Anstand entschuldigt.

Schriftlicher Test

Da nun die Mädchen zum ersten Dan geprüft wurden und anschließend noch die Prüflinge zum zweiten und dritten Dan dran waren, folgte mich für mich eine Wartezeit von etwa zwei Stunden, bevor es zum schriftlichen Teil überging (Zeit genug um sicher zu gehen, ob man die Antworten wirklich auswendig kann). Während aber die Prüflinge zum zweiten Dan noch geprüft wurden, wurden schon die Ergebnisse für den ersten Dan ausgehängt. Damit wusste man dann, ob man noch warten muss oder ob man schon nach Hause gehen konnte.

Mit eigenen Bleistift und Radiergummi setzten sich die Prüflinge wieder in Reih und Glied, danach wurden Blätter ausgeteilt. Die zwei zu beantwortenden Fragen hingen noch verdeckt an Ständern und jeder wartete gespannt, welche Fragen er auswendig gelernt kurz auf Papier runterrattern musste. Mein Ziel war es, nicht als Letzter abzugeben – geschafft! Etwa 10 Kinder schrieben noch, als ich fertig war. Die Hälfte der Prüflinge war aber bereits fertig, da war ich noch nicht einmal bei der zweiten Frage.

Während die Prüfer dann die schriftlichen Tests auswerteten, ging es mit Nihon Kendo Kata weiter.

Nihon Kendo Kata

Die Paarungen waren bereits vor der schriftlichen Prüfung bekannt gegeben worden. Man konnte definitiv erkennen, dass in Japan Kata seltener gemacht wird, beim ersten Dan war die Leistung durchwachsen. Es gab viele Fehler, daher hat man oft gesehen, wie jemand die Hand gehoben hat, um die Form noch einmal machen zu dürfen. Speziell bei der dritten Form schien der Wurm drin gewesen zu sein. Mein Partner war vor Kata extrem nervös und fragte mich sogar ein paar Sachen zur ersten Form. Beim Vorzeigen lief aber alles wie geschmiert, leider fiel mein Kata-Partner aber bei der schriftlichen Prüfung durch.


Nihon Kendo Kata 

Nach der Kata wurden die Ergebnisse für die schriftlichen Tests und Kata selber aufgehängt (was für ein Gedränge!) und dementsprechend konnte man (sehr häufig) riesige Freude in den Gesichtern lesen oder (selten) Deprimiertheit. Interessanterweise ist beim schriftlichen Test und Kata unter den zweiten und dritten Dans praktisch keiner durchgeflogen, beim ersten Dan aber relativ viele – etwa 15 Prüflinge.

Ende

Für die Abschlusskundgebungen mussten sich alle noch einmal brav in Reih und Glied setzen, bevor der Kindergarten dann die Schreibtische stürmte, wo nun die Bestätigungen ausgeteilt wurden. Das war plötzlich so ein Getrampel, dass sogar die Eltern auf den Tribünen laut loslachten. Hier musste ich feststellen, dass ich noch zusätzlich ganze 5100 Yen für die Eintragung des Dans zahlen darf! Aber nunja, dafür bekommt man eine sehr schöne Urkunde.

…ach ja: Bestanden!

Update 05.10.2011:

Inzwischen wurden auch die Zahlen veröffentlicht. Nicht ganz 500 Prüflinge, aber fast.

1. Dan 2. Dan 3. Dan Gesamt
Angemeldet 222 137 105 464
Bestanden 162 113 71 346
Nicht bestanden 60 24 34 118

Interessant, dass beim 1. Dan mit Abstand am meisten durchgefallen sind, das hätte ich nicht erwartet.

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